02.07.2025
Nach rund zwei Jahrzehnten übergibt Werner Schmitz, Direktor Unternehmenskultur die Staffel an seinen Nachfolger Dr. Janik Jung
Stabwechsel im Direktorium der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof
Vor ein paar Tagen wurde Werner Schmitz, langjähriger Hausoberer und zuletzt Direktor Unternehmenskultur der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof feierlich im Beisein von zahlreichen geladenen Gästen in den Ruhestand verabschiedet. Zugleich wurde sein Nachfolger, Dr. Janik Jung als neuer Direktor Unternehmenskultur eingeführt. Die Veranstaltung begann mit einem Dankgottesdienst in der Kapelle des Hofs unter Leitung von Pater Stephan Schmuck, Pastor Marco Weber und Bruder Peter Berg, stellvertretender Generaloberer der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf. Werner Schmitz war seinerzeit der erste weltliche Hausobere, der dieses Amt in der Nachfolge eines Ordensbruders antrat. Entsprechend groß war die Zahl der seitens des Ordens anwesenden Gäste anlässlich der Veranstaltung.
Höhepunkte und Herausforderungen in fast zwei
Jahrzehnten
Nach der Begrüßung durch
den kaufmännischen Direktor der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof, Jürgen
Leitzgen, ging BBT-Regionalleiter Christian Weiskopf im Rahmen seiner Ansprache
zur Verabschiedung von Werner Schmitz auf einige Höhepunkte dessen fast
zwanzigjähriger Amtszeit ein. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft, der
Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit, anschließender Pfarreiarbeit
und zuletzt einer Tätigkeit als missio-Diözesanreferent begann er im November
2005 als Hausoberer der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof. Zu den größeren Highlights
in seiner Amtszeit zählten die Eröffnung des gemeindepsychiatrischen
Betreuungszentrum GPBZ Schweich im Mai 2008, die Eröffnung des Berufsbildungs-
und Qualifizierungszentrums (Bebiz) in
Schweich 2014, die Eröffnung des Regionalen Betreuungszentrums (RBZ) in
Bitburg im August 2019 und wenige Wochen später des Hofladens auf dem Gelände
der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof in Zemmer.
Weitere Höhepunkte waren die Gedenkfeier „Baum des Gedenkens“ im Juli 2021, die Eröffnung des Wanderrundweges im Februar 2022, die Einsegnung des Medizinischen Versorgungszentrums im Juli 2022 und die Vorbereitungen für die Erweiterung des Leistungsangebotes für die Aufnahme von beurlaubten Personen aus dem Maßregelvollzug, die im August 2025 auf dem Schönfelderhof einziehen werden. Nicht zu vergessen seien die Herausforderungen der Coronapandemie, in deren Folge leider die geplante 100-Jahr-Feier der Einrichtung abgesagt werden musste. Daneben setzte Werner Schmitz viele spirituelle Akzente, wie z.B. Rad- oder auch Motorradwallfahrten. Veränderungen und Herausforderungen prägten sein Wirken in fast zwei Jahrzehnten. Vor allem suchte er immer das Gespräch mit den Klienten der Einrichtung. Christian Weiskopf dankte dem langjährigen Direktoriumsmitglied für die von hohem Engagement geprägte vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte ihm alles erdenklich Gute, Gesundheit und Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt.
Eine mutige Einrichtung
Im Rückblick und zum Abschied auf eine Zeit, die Werner Schmitz persönlich sehr geprägt hat, betonte der bisherige Direktor Unternehmenskultur die große Motivation und Sehnsucht, nicht nur zu säen, sondern auch zu ernten. Der Schönfelderhof als Einrichtung sei stetig gewachsen, um immer mehr Menschen zu unterstützen, die nicht mehr mit ihrem Leben zurechtkämen – kein gutes Zeichen für unsere Gesellschaft. Der langjährige Hausobere nahm Bezug auf ein Lied aus dem Gottesdienst, das die 20 Jahre seiner Tätigkeit kurz und prägnant zusammenfasse: „Suchen und fragen, hoffen und sehn, miteinander glauben, Klagende hören, Trauernde sehn, aneinander glauben, Planen und bauen, Neuland begehn, füreinander glauben und sich verstehn.“ In den vielen Jahren sei er wunderbaren Menschen begegnet. In der aktuellen stürmischen Zeit sei der Schönfelderhof für viele ein Platz der Sicherheit geworden. Auch die Zeit der Coronakrise habe man gemeinsam gut gemeistert. Er sei sehr dankbar für die vielfältigen Erfahrungen. Schmitz appellierte, wir dürften uns nicht von der Angst jagen lassen und könnten von dem ein oder anderen Klienten eine Menge lernen. Er habe eine mutige Einrichtung erlebt, in der viele engagierte Menschen ihren Beitrag leisten.
Ein lösungsorientierter Nachfolger
BBT-Regionalleiter
Johannes Kirsch stellte im Anschluss den neuen Direktor Unternehmenskultur, Dr.
Janik Jung vor. Wie Menschen gingen und kämen, so auch Dr. Jung, der aus dem
Brüderkrankenhaus ginge, im Bildungsinstitut bliebe und auf den Schönfelderhof
komme. Das Wichtigste sei jedoch sein Verbleib in der BBT-Gruppe in der Region
Trier.
Dr. Jung startete am
1.12.2019 nach dem Studium der katholischen Theologie als Assistent des
Hausoberen des Brüderkrankenhauses. In dieser Funktion habe Kirsch ihn bei
seinem eigenen Start in der BBT-Gruppe kennengelernt: hochmotiviert bei
Projekten wie Jobticket, Jobrad oder dem Begrüßungstag für neue Mitarbeitende.
Zum 1.2.2024 übernahm
Dr. Jung die Funktion des stellvertretenden Hausoberer, wechselte dann den
Titel als stellvertretender Direktor Unternehmenskultur und durfte die neue
Ausrichtung der Stelle gleich mitgestalten. Als das Bildungsinstitut 2024
Regionalbereich wurde, übernahm er zusätzlich die Position des Leiters
Unternehmenskultur in der Einrichtung. Zum 1.6.2025 mache er nun als Direktor
Unternehmenskultur in den Teilhabediensten der Region den nächsten Schritt. Im
Krankenhaus habe man ihn als guten Zuhörer, Analyst und lösungsorientierten
Menschen kennengelernt. Die Ausgestaltung der Rolle als Direktor
Unternehmenskultur bedeute viel Spielraum und viele Gestaltungsmöglichkeiten,
aber auch viel Verantwortung für die Menschen in der Einrichtung. Der
Unternehmenskultur als Herzstück einer jeden Organisation komme gerade in einer
Einrichtung der Teilhabe, in der Vielfalt, Mitbestimmung und gegenseitiger
Respekt zentrale Werte sind, eine besondere Bedeutung zu. In der aktuellen Zeit
der Transformation der BBT-Gruppe, der gefühlten Unsicherheit in der
Gesellschaft und den Unruhen in der Welt werde es seine Aufgabe sein, gemeinsam
mit allen die Kultur des Schönfelderhof weiter zu stärken.
Dazu gehöre es, dass man
die Vielfalt der Mitarbeitenden und Klienten als eine Bereicherung verstehe,
innovative Ansätze fördere und eine Atmosphäre schaffe, in der sich jede und
jeder Einzelne gehört und wertgeschätzt fühlt. Er sei überzeugt, dass Dr. Jung
mit seiner Erfahrung und seinem Engagement einen wichtigen Beitrag leisten
werde, den Schönfelderhof als Ort der Teilhabe und des Miteinanders
weiterzuführen. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit und wünschte „Bon
Courage“ und Gottes Segen.
In seiner Antrittsrede
blickte Dr. Janik Jung mit Dankbarkeit auf die letzten 5,5 Jahre im
Brüderkrankenhaus Trier zurück und betonte insbesondere die freundschaftliche,
konstruktive und intensive Zusammenarbeit im Team des dortigen Direktors
Unternehmenskultur Markus Leineweber. Dass er heute an dieser Stelle stehe,
habe er auch der intensiven Vorbereitung in diesem Team zu verdanken. Er dankte
der Regionalleitung für das Vertrauen, dass man ihm mit dieser Berufung
ausgesprochen habe und den Kollegen des Schönfelderhofs für die ersten beiden
Wochen der Einführung. Mit Demut gehe er die große Aufgabe an, den
Schönfelderhof und die externen Standorten zusammen mit allen
Kooperationspartnern in einer Zeit immer schwieriger werdender
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen weiter zu entwickeln. „Lassen Sie uns
gemeinsam in die Zukunft gehen, eine konstruktive Fehlerkultur schaffen und
dabei immer diejenigen in den Mittelpunkt stellen, für die wir da sind, die
Klientinnen und Klienten“, so sein Appell an das Publikum. Es gehe darum, die
Würde eines jeden zu fördern und zu wahren.
Zuletzt richteten auch
die beiden Direktoriumskollegen Rainer Klippel und Jürgen Leitzgen persönliche
Abschiedsworte an Werner Schmitz und hießen Dr. Janik Jung herzlich willkommen.
Dem schlossen sich auch Vertreter der Mitarbeitervertretung, des
Bewohnerbeirats und des Werkstattrates an.
Die musikalische
Begleitung des Gottesdienstes übernahm der Regenbogenchor des GPBZ Prüm unter
Leitung von Lisa Arenth sowie Stefan Kremer an der Orgel. Die anschließende
Einführungs- und Verabschiedungsfeier wurde musikalisch durch das Trio mit
Bernd Willems an der Gitarre, Mara Koerfer und Jürgen Leitzgen (beide Gesang)
begleitet. Ein besonderes Highlight zum Abschluss war eine Jazzeinlage am
Klavier von Dirk Weber.


