16.09.2024
Schönfelder Gesundheitsforum
Depressionen erkennen, verstehen und behandeln

ZEMMER. Im Rahmen der Vortragsreihe des Schönfelder Gesundheitsforums hielt Dr. Daniel Böhm, Chefarzt und Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie am Kreiskrankenhaus Saarburg, seinen ersten Vortrag zum Thema Depressionen. Zahlreiche interessierte Zuhörer folgten der Einladung zu der Abendveranstaltung.
Die
Peter-Friedhofen-Halle war an diesem Mittwochabend gut gefüllt, als das
Schönfelder Gesundheitsforum zum Vortrag über Depressionen einlud. Dr. Daniel
Böhm, der ursprünglich aus dem Süden Deutschlands stammt und nach seinem
Studium im Saarland in Saarburg sesshaft wurde, zeigte sich erfreut über das
große Interesse. Seit fast zwanzig Jahren ist die psychosomatische Abteilung
fester Bestandteil des Kreiskrankenhauses Saarburg. Aktuell wird das
psychiatrische Angebot weiter ausgebaut, um zukünftig alle Schweregrade
psychiatrischer Erkrankungen behandeln zu können.
Depressionen
sind eine weit verbreitete Erkrankung: Rund 15 % der Bevölkerung erkranken
mindestens einmal im Leben an einer Depression, und jährlich sind etwa 8,1 %
der 18- bis 79-Jährigen betroffen. Dr. Böhm führte die Zuhörer mit einer
Mischung aus fundierten Fakten, einfühlsamer Erklärungen und viel Fachwissen
durch den 90-minütigen Vortrag, der auch Raum für Fragen und Diskussionen bot. Er
betonte, wie wichtig es ist, dass Betroffene rechtzeitig Hilfe erhalten, und
machte Hoffnung, indem er die verschiedenen Therapie- und Heilungsmöglichkeiten
aufzeigte. Darüber hinaus hob er hervor, welche bedeutende Rolle das soziale
Umfeld – insbesondere Angehörige und Freunde – in der Unterstützung der
Betroffenen spielt. Sie können durch Verständnis, Geduld und aktive Begleitung
entscheidend zum Heilungsprozess beitragen.
Zum Abschluss
des Vortrags gab Dr. Böhm Einblicke in die Arbeit der Psychosomatischen Station
in Saarburg. Anhand aktueller Fotos zeigte er, wie die Station gestaltet und
ausgestattet ist. Die wohnlich und dekorativ eingerichteten Räume bieten nicht
nur hohen Komfort, sondern tragen auch dazu bei, mögliche Vorurteile und
Unsicherheiten abzubauen.
Der Abend
endete mit einem regen Austausch, bei dem deutlich wurde, wie wichtig es ist,
das Thema Depressionen offen und verständnisvoll zu behandeln.



