11.08.2023
Niemals geht man so ganz
Machs gut
ZEMMER. Nach mehr als 37 Jahren wurde der Koch Walter Krämer am 07.07.2023 in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Mehr als die Hälfte seines bisherigen Lebens arbeitete er somit in der Küche der St. Bernhards- Werkstätten und prägte mit seiner Arbeitsweise und dem guten Draht zu Kolleg*innen und Klient*innen das Küchenklima und die Speisekarte. Doch der Abschied wurde endgültig.
Walter Krämer trat am
01. März 1986 seine Stelle als Koch in der Küche an. Der damalige Küchenchef
Arnold Möseler kannte ihn aus der gemeinsamen Bundeswehrzeit und arrangierte,
dass Krämer ihm auf den Schönfelderhof folgte. Möseler bedankt sich für die gemeinsame
Zeit und das gute Zusammenarbeiten und überreicht einen Bilderrahmen mit
Erinnerungsfotos nebst kleinem, persönlichen Text. Markus Platz, jetziger
Küchenchef und damaliger Stift von Krämer, bedankt sich bei ihm für die
gemeinsame Zeit. Platz: „Du warst ein Rückhalt in der Küche und du lässt ein
Loch entstehen, dass wir nun erst einmal wieder füllen müssen.“ Dass
dieses Loch nun wirklich für immer entstanden ist und es ein Abschied für immer
war, das ahnte an diesem Tag niemand. Walter Krämer verstarb plötzlich und
unerwartet am 10.07.23.
Neben einigen
kücheninternen Battles wie zum Beispiel wer am Wochenende mehr Essen gekocht
hatte, schwirrte auch immer die ewige Wettkampf um den besten Gurkensalat über
den Küchenkollegen. „Dein Gurkensalat war immer etwas besser“, so Platz. Krämer
hielt den anderen Köchen den Rücken frei, wenn diese mit Partyservice und
Catering außer Haus unterwegs waren. Dies betonte der Küchenchef und bedankte
sich ausdrücklich dafür.
Auch die Stephan Hintz von der Mitarbeitervertretung (MAV) bedankte sich für
die stetige Bereitschaft und die vor allem positive Stimmung und erwähnt: „Man
hat deine spezielle Art zu kochen geschmeckt.“ Georg Justen vom Werkstattrat
beschreibt Krämer als einen Mitarbeiter, der immer einen Lächeln im Gesicht hat
und Lob als auch Kritik, wenn mal zu viel Salz in der Suppe war, entgegen nahm.
Herr Krämer war ein engagierter Mitarbeiter und stets Ansprechpartner für die
Klient*innen. Herr Schmitz dankte ihm für die jahrelange gute und vor allem
vertrauensvolle Zusammenarbeit.
All die guten Worte,
die Wünsche fürs Rentnerleben und die Gespräche, die Walter Krämer an diesem
Tag erfuhr, waren die letzten Dinge die er von seinen ehemaligen Kolleg*innen
hörte. Sein plötzlicher Tod hat viele Mitarbeiter*innen und Klient*innen
erschüttert. Möge er nun Frieden und Heimat finden.


