21.03.2023

Das Inklusionsprojekt SOUL LALA endet mit einer erfolgreichen Bilanz und Feier

Fünf Jahre von der Seele reden

KÖLN / ZEMMER. Bei der Abschlussveranstaltung von SOUL Lala am 15. Oktober 2022 in Köln hat unser Team auf die fünfjährige Laufzeit des Inklusionsprojekts für 16- bis 27-jährige zurückgeblickt und jene Menschen gefeiert, die uns begleitet und sich gemeinsam mit uns engagiert haben – bei Aktivitäten online und in sieben Regionen in Deutschland.


Zu den Teilnehmenden zählen auch Angelina und Fabian. Sie Wirkten an einem Theaterprojekt mit das Soul LALA in Zusammenarbeit mit dem Träger Barmherzige Brüder Schönfelderhof seit 2017 in der Eifel angeboten hatte. Dort kamen Menschen mit und ohne psychische Probleme zusammen, um gemeinsam unter der Leitung eines Theaterregisseurs zu proben und auf eine Vorstellung vor Publikum hinzuarbeiten. Was den beiden besondere Freude am Schauspielern gemacht hat? „Ich fand es sehr interessant, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Ich habe viele Freunde gefunden, die auch für mich da sind, wenn ich Probleme habe“, sagt Fabian und Angelina ergänzt: „ Mit anderen Leuten zu agieren und beim Auftritt das Publikum lachen und strahlen zu sehen. Und Lob zu bekommen.“ Das war ihnen sicher, als unter großem Applaus der Zuschauer im April 2022 die Premiere des Theaterstücks „Tohuwabohu“ stattfand.

 
Judith Mark, Sozialraummanagerin bei den Barmherzigen Brüdern Schönfelderhof, bestätigt in Köln bei der Präsentation der Ergebnisse aus ihrer Projektregion den Erfolg des Teilprojekts: „Die wöchentlichen Proben und der damit feste Termin jede Woche geben viel Struktur. Es ist klar, donnerstags ist Probe und da habe ich möglichst keinen anderen Termin. Über die Monate kam es immer wieder zu Grenzerfahrungen. Die Teilnehmenden fragten sich: „Schaffe ich das vor Publikum?“ Die Proben und schließlich die Auftritte stärkten deshalb das Selbstbewusstsein.“ Auch bei der sozialen Akzeptanz hat das Theaterspielen geholfen: „ Als Mensch mit psychischen Problemen, der sich oft exkludiert und „unsichtbar“ fühlt, war es enorm wichtig, gesehen und gefeiert zu werden“, erklärt Mark.

 
Deutschlandweit aktiv                                                                                                                         Das Theaterprojekt war eine von vielen Veranstaltungsreihen, die im Rahmen von SOUL LALA in den sieben Projektregionen und online stattgefunden haben. Neben dem Träger aus der Eifel waren noch fünf weitere, über das Bundesgebiet verteilte gemeindepsychiatrische Organisationen beteiligt: die ajb aus Berlin, die Brücke Schleswig-Holstein aus Kiel, Vincentro München, der Psychosoziale Trägerverein Sachsen aus Dresden und die Werkgemeinschaft e.V., Wiesbaden. Die Projektleitung und das Social-Media-Management leisteten 1,5 Stellen beim Dachverband Gemeindepsychiatrie in Köln.


Der gesamte Artikel von Peter Heuchemer, Referent beim Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V., ist in der Psychosozialen Umschau 1/2023 erschienen, mit Informationen über die weiteren Projekte, zur medialen Begleitung im Netz, zu den Ergebnissen und Erfolgen.