18.09.2023
Ein Urgestein geht
Auf Wiedersehen, Peter

ZEMMER. Anfang September wurde der langjährige Mitarbeiter Peter Mossem in den, und hier passt nichts besser als „wohlverdienten“, Ruhestand entsendet. Am ersten Januar 1987, also vor mehr als 36 Jahren, begann er seine Karriere auf dem Schönfelderhof. Nun macht er Platz für junge Kolleg*innen, sagt er.
Wenn man mehr
als die Hälfte seines Lebens an einer Arbeitsstelle gewirkt hat, dann gilt man
wohl als Urgestein. Peter Mossem ist zwar nicht vulkanischen Ursprungs, im
Gegenteil, er hat bayrische Wurzeln, aber er prägte den Schönfelderhof in
seiner Entwicklung enorm und hat seine Spuren eindeutig hinterlassen.
Mossem
absolvierte eine Ausbildung zum Krankenpfleger im damaligen
Elisabethkrankenhaus in Trier. Als er hörte, dass in Zemmer das Wohndorf der
Barmherzigen Brüder gebaut wird, bewarb er sich, denn schließlich wohnte er
unweit des Schönfelderhofs. Bereits ein Jahr nach seinem Wechsel nach Zemmer machte
er eine Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger Psychiatrie. Ab 1990 war er in der
Außenwohngruppe Fidei gemeinsam mit einem Kollegen für viele Klient*innen in
einem Umkreis bis bspw. nach Daun zuständig. Er prägte somit die Anfänge der
ambulanten Betreuung und wechselte 2007 ins Wohndorf, wo er die Teamleitung der
Wohngruppen St. Kamillus und St. Johann antrat. Im selben Jahr übernahm er
auch die Öffentlichkeitsarbeit für den Schönfelderhof. Damals noch mit einem
Stellenanteil von 25%, war er für die die Unternehmenskommunikation zuständig
und zwischenzeitlich auch auf Trägerebenen im Fachausschuss aktiv. Bereits seit
1999 war Peter Mossem im Kommunikationsbereich tätig, denn er war Redakteur der
Zeitung „Der Schönfelder“ und füllte das regelmäßig erscheinende Heft mit vielen
Infos und Artikeln. Klient*innen und Kolleg*innen wurden stets miteinbezogen
und die Zeitung wurde gerne und viel gelesen.
In all diesen Meilensteilen stand immer die Arbeit mit den Klient*innen und die aktive Mitgestaltung des Schönfelderhofs für ihn im Vordergrund. Nie jedoch er selbst, denn im Mittelpunkt steht er nicht gerne. Hausoberer Werner Schmitz bedankt sich für die immer kollegiale, wertschätzende und offene Zusammenarbeit und wünscht einen schönen Ruhestand.
Mossem wird
als sehr kollegial, empathisch und gelassen beschrieben. Ein Familienmensch,
der über die Jahre den Schönfelderhof auch zu einem Teil von sich hat werden
lassen. Er selbst beschreibt es mit seinen Worten wie folgt: „1987 begann die
Beziehung zwischen mir und dem Schönfelderhof und ich bin dankbar, für alles,
was ich hier bekommen habe und erleben durfte.“ Teamkollege M. Ernsdorf,
der 2008 die Teamleitung von St. Johann übernahm und seit kurzer Zeit, nachdem
Peter Mossem seine Teamleitung abgegeben hatte, auch für St. Kamillus zuständig
ist, bedankte sich für all die Unterstützung, für seinen kühnen Blick und die
reflektierte Art. Ernsdorf beschrieb Mossem als einen „professionellen
Teamleiter, der junge Mitarbeiter*innen fördert und zielorientiert zu tragenden
Säulen macht.“.
Sein Team war
sich einig: die Klient*innen standen immer im Mittelpunkt und in
Krisensituationen war er es, der einen kühlen Kopf wahrte und als Ruhepol
fungierte.
Peter Mossem hinterlässt eine Lücke. Eine Lücke, die nach alle den Jahren nicht so einfach aufgefüllt werden kann. Aber er hinterlässt auch Mut und Motivation. Sein Weg ging nicht immer geradeaus, aber er hat in seinen fast 37 Jahren Schönfelderhof einiges erreicht und erlebt und zeigt somit, dass es sich lohnt, an Dingen dran zu bleiben und sich zu trauen.
„Ich habe
viele tolle Menschen, ob mit oder ohne psychische Erkrankung, kennengelernt und
gehe nach 37 Jahren in tiefer Verbundenheit und Zufriedenheit.“ so seine
Abschlussworte.



