27.09.2022
Betriebsausflug der bewegt
Wandern ist des Mitarbeiters Lust

ZEMMER. Anfang September setzt sich um 11:30 Uhr eine Gruppe von Mitarbeiter*innen der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof in Bewegung. Anhand der Bekleidung stellt man sehr schnell fest, die wollen alle Wandern.
Da das Wetter -Gott sei
Dank- besser als Gestern ist, macht sich eine ausgelassene Stimmung breit. Ein alter Spruch besagt, schlechtes
Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung. Ok, dann ist ja alles klar auf
der Andrea Dorea. Let`s go!
Es wird geflachst, gelacht und auf einmal fragt eine maskuline Bassstimme, wo geht es eigentlich hin? Oh je, da wurde aber die Einladung der Mitarbeitervertretung im Vorfeld genauestens studiert. Ein feminines zwitscherhaftes und schrill angehauchtes „Geh doch einfach den Andern nach“, lässt nichts zu wünschen übrig. Wie auf ein Kommando trottet einer nach dem andern jetzt los. Ziel ist eine Grillhütte, die sich zwischen den beiden Ortschaften Niersbach und Greverath am Rande eines Waldes befindet.
In einem gemächlichen Tempo
-dem Alter angepasst- bewegt sich die Karawane auf befestigten Wegen durch den
Wald. Feen, Kobolde und Gnome und anderen Gestalten begegnet man nicht dabei
aber immer wieder Autos, die einfach eine Abkürzung nach Niersbach nehmen.
Nach halber Wegstrecke
bedarf es einer dringenden kräftig deftigen Verpflegung und dem auffüllen des
Flüssigkeitsverlustes. Gut
gestärkt wird gelost, wer kommt in welche Gruppe? Ein Gruppenname muss her, wer
hat eine Idee? Kreativsein ist jetzt gefragt und dann stehen sie fest: Wald-
und Wiesenfreunde, Schokoriegel und Peanuts Champions.
Während der letzten Strecke müssen Fragen beantwortet werden, ein Gedicht zum Betriebsausflug verfasst und natürliches Material -Äste, Farne, Baumrinden…-gesammelt und zur Gillhütte getragen werden, um damit ein Haus mit Tür, Fenster und Dach zu erstellen.
Ein Beispiel für Waldespoesie gefällig: Eines Tages, hopp la hopp, war der Betriebsausflug on top.
Am Steineschen Bärchen, das ist klärchen, wohnt die Made mit dem Kinde, hinter eines Baumes Rinde
Wir starten in den Gruppen, unsere wird es wuppen.
Auf dem Weg nach Niersbach hielten wir uns wach. Drum sammelten wir viel, denn der Bau des Hauses war das Ziel.
Und jetzt auch noch
eine Frage beantworten Wer weiß denn so etwas?: Wofür
ist Niersbach auch überregional bekannt?
Mögliche Antworten: Niersbacher
Kräuterlikör, Eine besonders erfolgreiche Zuchtkuh oder Töpferkunst?
Wow, was sind das für
Fragen, wer denkt sich das nur aus? Schon werden die Handys gezückt und die
Google-Suchfunktionen gestartet. Und zack: Wappen mit Töpferscheibe und Tongefäß.
In drei bunt zusammen gewürfelten Gruppen geht es nun vorwärts. Eine verlässt die vorgegebene Strecke, findet aber nach einigem hin und her, wieder auf den richtigen Weg zurück. Alle erfüllen die Aufgaben und kommen nach einer nicht geringen Zeitüberschreitung heil und gesund an der Grillhütte an.
Nun müssen noch die Häuser „gebaut“ werden, was sich gar nicht als so leicht herausstellt. Es wird diskutiert und probiert bis es klappt. Miniaturversion oder Wigwam-Form, großgedacht gegen kleingemacht, es bereitet einfach nur Spaß und Freude, selbst der Jury, die die natürlichen Kunstwerke nach strengen Kriterien bewerten muss. Am Schluss sind für Alle nicht die errungenen Punkte oder die erreichte Platzierung das Wichtigste, sondern das Erlebnis miteinander Zeit in der Natur verbracht zu haben.
Als ich dann neben mir ein langgezogenes Magenknurren nicht überhören kann, denke ich, ja, jetzt könnte ich eigentlich einen Happen vertragen und man glaubt es kaum, da ertönt durch ein knarrendes Mikrofon: „Das Essen ist fertig“. Das passt, also ran an den Speck. Na ja, dass ist nicht ganz richtig, es gab Pasta mit Huhn oder Fleisch, sowie eine vegetarische Variante frisch im Wok zubereitet von Sascha Serwaty.
Dazu ein Wässerchen -ohne Gas-, Sonne, Musik und viele Anekdoten. So verging die Zeit …















