18.11.2021

Altes Amt: ein Ort der Begegnung

„Kunst und mehr“

„Kunst und mehr“

SCHÖNECKEN. Die Kunstgruppe des Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrum (GPBZ) Prüm stellt zusammen mit dem Hersdorfer Künstler Rüdiger Houba ihre Bilder der Öffenlichkeit vor. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Kulturkreis Altes Amt Schönecken statt und wurde nun in einer kleinen Feierstunde vom Hausoberen der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof Werner Schmitz zusammen mit Ortsbürgermeister Johannes Arenth in den Ausstellungsräumen des Rathauses in Schönecken, Alter Markt 1, eröffnet.


Die auf Leinwand und Holz gemalten Acrylbilder sind noch bis zum 23. Dezember sonntags von 14:00-16:30 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen und zeigen einen großen Teil der Werke seit Bestehen der Kunstgruppe. Musikalisch eröffnen Silke Niele und Elisabeth Arenth die Feier mit ihren Gitarren und dem Song „Heute hier morgen dort“. Ortsbürgermeister Arenth heißt die ersten Besucher der Ausstellung herzlich willkommen und freut sich, dass wir mit einer derartigen Ausstellung das Alte Amt zu einem Ort der Begegnung machen können und begrüßt auch die Vertreter des Kulturkreises.

Im Anschluss daran legt Werner Schmitz mit eindrucksvollen Worten dar, was es bedeuten kann, an einer psychischen Erkrankung zu leiden und wie in diesem Fall die Kunst als Ausdrucksform und Medium hilft, mit bestehenden Ängsten und Selbstzweifeln umzugehen. Auch dass die heutige Zeit die Entstehung psychischer Erkrankungen in all ihren Erscheinungsformen begünstige und immer mehr psychisch kranke Menschen hervorbringe. Er sprach davon, wie hilfreich es sein kann, diese Ängste zu überwinden, sich zu öffnen, aber auch wie wichtig es sei, Ängste abzubauen auf Seiten der Bevölkerung, damit es gelingen könne den Menschen zu sehen und einen Schritt auf ihn zuzugehen statt einen Schritt zurückzutreten. Dies sei ein bedeutsamer Teil der Arbeit, die der Schönfelderhof mit seinem Betreuungsauftrag täglich leistet, die Vielfalt der hier ausgestellten Bilder ist sinnbildlich, denn so vielfältig die Werke in ihren Farben und Motiven, so vielfältig sind auch die verschiedenen Krankheitsbilder. 

Elisabeth Arenth, Leiterin der Kunstgruppe, gibt abschließend noch einen kurzen Einblick in den Teil ihrer Arbeit im Betreuungszentrum, mit Farbe, Leinwand und Pinsel die kreative Energie fließen zu lassen und nutzt dabei auch die Gelegenheit sich dafür zu bedanken, dass die Ausstellung im Alten Amt in Schönecken stattfinden kann und der Kulturkreis als Kooperationspartner die Ausstellung an den Wochenenden beaufsichtigt.

Zum Schluss dann gibt es noch einmal Musik und Gesang mit dem Song „Von der Erde“ und einen Imbiss bei dem sich die Besucher austauschen und Zeit für nette Begegnungen haben.