14.02.2019
"Kompakt und klientenorientiert"

ZEMMER. Die Werkstatträte der LAG WfbM Region I sind heute auf dem Schönfelderhof zusammen gekommen, um sich über das Bundesteilhabe- und das Betreuungsgesetz zu informieren.
Nach der
Begrüßung des Werkstattrats-Vorsitzenden der St. Bernhards-Werkstätten
Georg Justen, visualisieren Franziska Müngersdorff (Sozialraummanagement) und
Rainer Klippel (Casemanagement) mit Hilfe von zwei Powerpoint-Präsentationen die
beiden Gesetze.
"Das Bundesteilhabegesetz soll Menschen mit
Behinderung helfen mehr selbst bestimmen zu können und bessere und
individuellere Unterstützung in allen Lebensbereichen zu bekommen", betont
Klippel.
Die
Anwesenden Werkstatträte der Caritas Werkstätten Trier, EuWeCo gGmbH
Gerolstein, DRK Sozialwerk gGmbH Bernkastel-Kues und der St.
Bernhards-Werkstätten Zemmer werden kompakt und verständlich über die
Grundsätze informiert und Fragen wie:
-Wer bekommt
Leistungen?
-Was bedeutet
Trennung von Sach- und Fachleistungen?
-Wer kann
beraten?
-Was ändert
sich im Bezug auf Einkommen und Vermögen?,
werden ausführlich beantwortet.
"Jede Person mit Behinderung bekommt mit dem neuen Gesetz die Unterstützung, die sie wegen ihrer Behinderung braucht", verdeutlicht Klippel.
Im zweiten Teil
der Veranstaltung werden Einblicke in das Betreuungsgesetz
gegeben.
"Ein Betreuter darf nur für die Angelegenheiten beziehungsweise Aufgaben bestellt werden, die tatsächlich anfallen und die nicht ebenso gut durch den Betroffenen oder durch andere Hilfen erledigt werden können", verdeutlicht Müngersdorff.
Neben den Voraussetzungen, der Erforderlichkeit, den Zielen der Betreuung und dem Einwilligungsvorbehalt, wird auch auf die Auswahl, die Bestellung, den Pflichten und den Aufgabenkreisen des Betreuers ausführlich eingegangen.
"Eine Betreuung darf nicht gegen den Willen des Betroffenen eingerichtet werden. Nur wenn der Betroffene aufgrund seiner Beeinträchtigung keinen freien Willen mehr bilden kann, kann ausnahmsweise auch gegen den Willen des Betroffenen eine Betreuung eingerichtet werden", erläutert Müngersdorff.



