10.10.2019

Teilhabe und Selbstbestimmung

ZEMMER. Zahlreich sind die gesetzlichen Betreuer der Einladung der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof gefolgt, um sich in der Peter Friedhofen-Halle über das BTHG und die aktuellen Umsetzungsschritte zu informieren.

Teilhabe und Selbstbestimmung


Wolfgang Michaely, Fachleitung Psychiatrische Dienste & Direktorium, begrüßte die Anwesenden und stellte sich und die weiteren Mitglieder das Referenten-Team, bestehend aus den Casemanagern Bernd Willems, Torsten Deutsch, sowie dem Wohndorfleiter Rainer Klippel vor.

Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema BTHG wurden die gesetzlichen Betreuer unter anderem über die Trennung von Fachleistungen (FL) und Sachleistungen (SL) informiert. 


Ausführlich wurden ihnen dabei die Rahmenbedingungen des Schönfelderhofes  zur Miete, Versorgungspauschale und zum Wohn- und Betreuungsvertrag verdeutlicht.

Die geforderten Aufgaben für die gesetzlichen Betreuer, die sie mit und für die ihnen anvertrauten Klienten in der stationären Wohnbetreuung umsetzen müssen, sind vielfältig und greifen ab dem 1. Januar 2020:
1.    Vorhalten eines eigenen Girokontos, auf das Rente, Grundsicherung, Kindergeld, WfbM-Lohn, Sontiges eingezahlt werden
2.    Daueraufträge / Einzugsermächtigungen für Miete, Nebenkosten und Service sicher stellen
3.    Anträge auf Überleitung von Renten und Kindergeld stellen
4.    Anträge auf Gewährung von Grundsicherung und Wohngeld stellen.
*Die Anträge werden über die Kostenträger zur Verfügung gestellt*

Der Schönfelderhof stellt ihnen dafür folgendes zur Verfügung:
1.    Informationen über Kosten der Unterkunft und der Nebenkosten: Tagessatz als Pauschale für Betreuung (FL), Unterkunft (SL), Barbetrag (SL), Verpflegung (SL), Service (SL) und Bekleidung (SL)
2.    Einen neuen Wohn- und Betreuungsvertag
3.    Zahlungsmodalitäten
4.    Optional: Barbetragsverwaltung.

Zum Abschluss beantworteten Michaely und das Referenten-Team noch Fragen der gesetzlichen Betreuer.

„Wir haben uns sehr über die aktive Teilnahme und das große Interesse gefreut. Nur gemeinsam können wir die Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes bewältigen“, sagt Willems

Fact:
Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht (Teil des Amtsgerichtes) für ihn auf seinen Antrag oder von Amts wegen einen gesetzlichen Betreuer.


 
 
 
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