31.08.2017

„Immer noch am Tagesgeschehen interessiert“

„Immer noch am Tagesgeschehen interessiert“

TRIER. Peter Jodes erhält schon lange Unterstützung: In den 1990 Jahren hatte er Probleme und wandte sich an die Mitarbeiter der Gemeindepsychiatrischen Angebote (GPA) Trier.



Er zog damals erst in die alte Mühle in Biewer ein. Dort gab es zwei Wohngruppen unter einem Dach. Dann, 1997 war er wieder so weit, dass er alleine wohnen konnte. 16 Jahre Graugasse; im Herzen von Trier. All die Jahre hatte er einen intensiven Kontakt zu seiner Tante. Noch heute kommt sie ihn wöchentlich besuchen. Seine Zuneigung und Dankbarkeit ihr gegenüber ist in allen Gesprächen zu spüren. Ohne die Tante wäre es oftmals schwerer gewesen.


Gerne denkt Jodes an die Zeit zurück in der er noch als Schiedsrichter aktiv war. Wenn er pfiff herrschte Ordnung auf dem Platz. Einmal war er stationär im damaligen Herz-Jesu Krankenhaus. Da das Fußballspiel ohne ihn jedoch hätte abgesagt werden müssen, lies er sich Sonntagsnachmittags von der Klinik zum "Belastungstraining" beurlauben und pfiff ein Lokalderby in den Ortschaften der Region Trier.


Seit ein paar Jahren geht es nicht mehr so gut. "Die Knochen wollen nicht mehr so" sagt Jodes. Doch sein Geist ist immer noch aktiv. Seiner Leidenschaft der Lyrik geht er nach wenn er einen guten Tag hat, ansonsten verfolgt er das aktuelle Tagesgeschehen in Teletext und Fernsehen.



Im Gespräch über die Weltpolitik merkt man wie dicht Jodes am Puls der Zeit ist. Zu jedem aktuellen Thema kann er umfassend und zusammenhängend Sichtweisen verknüpfen und seine Einschätzungen erläutern.


Mittsommernacht

Kleine Naechte und laengster Tag des Jahres
Stehen zusammen. Haelfte. Halbe Zeit
Haelt den Hoehepunkt des Jahres bereit.

Noerdliche Helle draengt suedlichen Winter
In antarktische Gefilde. Fernes Eis
Ist der Endzeit des Jahres Offenbares.

Kein Nordlicht erscheint hinter
Kurzer Nacht. Angst ist kein Preis
Fuer einen leicht gereiften Junimorgen.

Helle Tage zeigen uns des Offenbarens
Lichte Weite. Enge hat keine Zeiten,
Gedankengrenzen und nahe Ufer zu bereiten.

Bunte Regenbogen zeigen uns hinter
Wolken den Weg zu Azur. Niemand weiss,
Welche Wege sie nehmen in die Weite des Jahres.

Kein Alp, kein Troll, an meiner Seele Sinter
Sich labend, haelt Wacht? Angst weiss
In Gedanken zu traeumen. Du must um Nichts sorgen.

Ein Gedicht von: Peter Jodes