23.05.2017
„Der Weg soll nicht in Bitburg enden“ - Regionales Betreuungszentrum (RBZ) Bitburg

BITBURG. Die Abrissarbeiten der alten Diskothek Castel in der Erdorfer Str. 19 sind mittlerweile abgeschlossen.
Der Bauschutt ist weg und seit Mai ist der Bagger im Einsatz, um den Rohbaubeginn des RBZ vorzubereiten, der Ende August abgeschlossen sein soll. Ende 2018 soll das zweigeschossige Gebäude mit 18 Plätzen bezugsfertig sein.
Seit einigen Jahren ist eine Veränderung in der Gemeindepsychiatrischen Versorgung erlebbar. Früher erkrankten junge Menschen eher an Psychosen, jetzt ist eine Reihe von psychischen Erkrankungen oft auch eine Folge eines Cannabiskonsums. Die Folge: Es gibt eine deutliche Zunahme von Doppeldiagnosen (Psychose und Sucht).
RBZ ermöglicht passgenaue Betreuung Die psychisch erkrankten Menschen leiden u.a. auch an einem Selbstverletzungsverhalten und müssen so vor sich selbst geschützt werden. Diesen Menschen soll das RBZ eine passgenaue Betreuung ermöglichen. "20 Mitarbeiter sollen dort arbeiten, wovon Zwei immer nachts vor Ort sind. Diese hohe Zahl macht die Besonderheit des Angebots deutlich", erklärt Wolfgang Michaely, stellv. Fachleitung Psychiatrische Dienste. Da das Gebäude über ein Sicherheitssystem verfügt, ist das unbefugte Verlassen nicht möglich.
Gemeinsam in der Region "Die Region ist in die Entwicklung miteinbezogen und eine Absprache mit den Kommunen, Chefärzten der psychiatrischen Abteilungen im Zuständigkeitsbereich, sowie den Amtsrichtern" erfolgte, verdeutlicht Albert Mandler, Fachleitung Psychiatrische Dienste. Des Weiteren fügt er an: "Zu den Herkunftsregionen zählen der Eifelkreis, Vulkaneifelkreis, Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich nicht, da es noch keinen offiziellen Versorgungsauftrag der Kommune gibt".
Der Weg geht weiter "Das Ziel der therapeutischen Betreuung, ist eine selbstständige Lebensführung", sagt Wolfgang Michaely. "Die psychisch erkrankten Menschen sollen nach spätestens fünf Jahren wieder in ihre ursprüngliche Lebenssituation zurück oder sich eine neue Lebensperspektive aufbauen", so Albert Mandler.
Info-Box
24. Juli 2014: Abstimmung in der "Nichtöffentlichen Sitzung" des Stadtrates der Stadt Bitburg über das Konzept eines neuen Betreuungszentrums der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof.
27. April 2017: Präsentierten die Herren Mandler und Michaely in der "öffentlichen Sitzung" des Stadtrates der Stadt Bitburg den aktuellen Sachstand zum Regionalen Betreuungszentrum (RBZ) Bitburg.






