16.08.2016
"Mein Bufdi"

TRIER. Nachdem ich (Saskia Grommes) nach Abitur und Auslandsjahr immer noch nicht so richtig wusste, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll, entschied ich mich dazu einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) zu machen.
Zum einen um Zeit sinnvoll zu überbrücken, zum Anderen um schon einmal Einblicke in die Arbeit im sozialen Bereich zu erhalten.
So kam es, dass ich Anfang September als sogenannter Bufdi bei den Gemeindepsychiatrischen Angeboten, der GPA Trier meinen Dienst antrat.
Jeden Tag erhalte ich hier neue Einblicke in den Berufsalltag rund um die Betreuung psychisch kranker Menschen. Hierbei geht es vor allem um das Schaffen und Beibehalten von Alltagsstrukturen, Erhalt der Selbstständigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe. Der Kontakt mit den Klienten bereitet mir große Freude und die Arbeit mit vielen verschiedenen Menschen ist sehr facettenreich. Auch mit den Mitarbeitern verstehe ich mich gut. Bei der GPA fühle ich mich nicht wie irgendein Praktikant, sondern als Teammitglied auf Zeit. Mir wird ermöglicht mich aktiv einzubringen und Aufgaben und Verantwortung soweit wie möglich zu übernehmen. Von Klienten und Kollegen fühle ich mich wertgeschätzt und respektiert. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die Arbeit mir etwas zurückgibt.
Den Bundesfreiwilligendienst empfinde ich als große Chance, da ich so die Möglichkeit habe, wirklichen Berufsalltag zu erleben und für mich selbst abzuwägen ob ich mir diesen Beruf später vorstellen könnte oder nicht.
Ich bin froh darüber, diesen Schritt gewagt zu haben, da er mich nicht nur im beruflichen, sondern auch im persönlichen Bereich weiter gebracht hat. Gäbe es den Bundesfreiwilligendienst nicht würde ich wohl im August nicht meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin auf dem Schönfelderhof antreten. Und das wäre äußerst schade.


