„Persönlich, authentisch und leidenschaftlich im Einsatz für Menschen mit Behinderung“

09.04.2008: Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Günter Mosen durch Staatsministerin Malu Dreyer
Bild von Günter Mosen und Ministerin Malu Dreyer
Günter Mosen und Staatsministerin Malu Dreyer
Günter Mosen (56), Mitglied des Vorstandes des Barmherzige Brüder Trier (BBT)   e. V. und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG:WfbM), wurde auf Vorschlag des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck für sein Engagement für sozial benachteiligte Menschen von Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Überreichung erfolgte am 9. April durch Staatsministerin Malu Dreyer im Wappensaal des Landtags Rheinland-Pfalz.

In ihrer Laudatio hob Ministerin Dreyer hervor, dass Mosen nicht nur in seiner Funktion als Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des BBT e. V. mit Unterstützung des Landes eine Vielzahl von Investitionsprojekten zugunsten älterer, pflegebedürftiger Menschen realisiert hat, sondern sich seit vielen Jahren mit hohem Engagement auch ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung einsetze.


Dreyer erinnerte in diesem Zusammenhang an die ursprüngliche Intention des Verdienstordens, der 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss als ‚Dank des Staates’ für besondere Verdienste Einzelner am Gemeinwesen gestiftet wurde. So zähle zu den Verdiensten von Mosen u.a. die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Katholische Behindertenhilfe der Diözese Trier 1982, seit 1992 das ehrenamtliche Engagement zunächst in der Landesarbeitsgemeinschaft und ab 1996 auch in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen sowie seine kommunalpolitischen Aufgaben als Mitglied im Ortsgemeinderat Plaidt und im Rat der Verbandsgemeinde Pellenz.


Mosen zeichne sein fundiertes Wissen und sein Bemühen um „ausgewogene und für alle akzeptable Lösungen, auch unter Berücksichtigung der öffentlichen Finanzlage“ aus. Er stehe für „die Fähigkeit und die Bereitschaft, auch die Interessen der Anderen zu akzeptieren und mit den eigenen in Einklang zu bringen“ unterstrich Dreyer in ihrer Ansprache. „Für ihre langjährige, vielfältige und verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit hat ihnen Bundespräsident Horst Köhler auf Vorschlag unseres Ministerpräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ich freue mich, dass ich ihnen diese Auszeichnung heute aushändigen darf und gratuliere ihnen herzlich zu dieser Auszeichnung und danke ihnen auch ganz persönlich für ihr herausragendes Engagement.“ Dreyer, wie auch die anderen Laudatoren, vergaßen nicht, einen herzlichen Dank an die Familie, insbesondere die Ehefrau, auszusprechen, deren Unterstützung und Verständnis dieses Engagement ermöglicht habe.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz, Klaus Bell, gratulierte in einer kurzweiligen Ansprache Mosen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger zu dieser Auszeichnung. Das gute und gelingende Zusammenleben der Menschen mit und ohne Behinderung auf der Pellenz sei nicht zuletzt auch Mosens Verdienst.

Bruder Peter Berg, Vorsitzender des BBT e. V., verwies auf das Leitwort „Gesundheit – höchstes Gut?“ der am Sonntag, den 6. April von der evangelischen und katholischen Kirche eröffneten ‚Woche für das Leben’.   So wie diese Kampagne dafür sensibilisieren wolle, dass „zur wirklichen Seite menschlichen Lebens auch schwere Zeiten gehören und die die weitaus größte Zahl der Bewohner unseres Landes lebt, so braucht es Menschen wie Günter Mosen, die sich persönlich, authentisch und leidenschaftlich für Menschen engagieren, die auf die Stimme und das Handeln Anderer angewiesen sind.“

Bernhard Sackarendt, stellvertretender Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, resümierte als letzter Laudator Mosens Wirken für die Bundesarbeitsgemeinschaft als Richtungswechsel, wie er auch im aktuellen Positionspapier der BAG:WfbM „Mut zur Zukunft“ deutlich werde. In diesem Sinne sei die Auszeichnung eine Aufforderung an alle, diesen Einsatz aufzunehmen und fortzuführen. Mosen, stets geleitet durch die katholische Sozialethik, habe gezeigt, was es bedeuten kann, den Blick nicht auf Institutionen, sondern die Menschen zu richten.


Mit Dank für die Auszeichnung und die guten Worte unterstrich Mosen selbst, dass er diese Würdigung nicht als Einzelperson, sondern für alle annehme, die ihn im Team begleitet und unterstützt haben. „Dieser Verdienstorden ist eine große Ehre und ich bin mir dieser Ehre bewusst. Aber ein Einzelner alleine kann wenig bewirken. Es braucht viele Mitstreiter, damit wirklich etwas bewegt werden kann.“ Hierzu gehöre der BBT e. V., der ihm seit 38 Jahren dieses ehrenamtliche Engagement ermöglicht habe, ein Ministerium, das zwischen dem Amt des Geschäftsführenden Vorstandes des BBT e. V. und dem Ehrenamt für die Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung zu unterscheiden wusste und vor allem die vielen Unterstützenden, die ihn kompetent und mit hohem Engagement in den vergangen Jahrzehnten in den verschiedenen Aufgabenbereichen begleitet haben.

Foto von der Überreichung
(v.l.n.r.): Elfriede und Günter Mosen, Staatsministerin Malu Dreyer und Michael Kröselberg, Vorsitzender der LAG:WfbM Rheinland-Pfalz e. V. nach der Überreichung im Wappensaal des Landtages

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Kurzvita Günter Mosen

Mitgliied des Geschäftsführenden Vorstandes BBTe. V. I Ressort 4: Soziale und berufliche Rehabilitation, Psychiatrie und Altenhilfe  I Jahrgang 1951 I Groß- und Einzelhandelskaufmann I seit 1970 in verschiedenen I Führungspositionen für den Barmherzige Brüder Trier e. V. tätig I  Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes seit 2004 I Vorsitzender der BAG:WfBM seit 2000.

Tabellarischer Lebenslauf Günter Mosen

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