Wenn die Seele um Hilfe ruft

Sozialpsychiatrischer Krisendienst in der Region Trier

SCHÖNFELDERHOF. Organisiert über den Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier wird in Trägerschaft des "Hauses der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg e.V." ein Sozialpsychiatrischer Krisendienst eine Lücke im Psychosozialen Hilfesystem im Raum Trier/Trier-Saarburg schließen. Angegliedert wird dieser Dienst, der im Spätherbst seine Arbeit aufnimmt, an das Gesundheitsamt in Trier. Sowohl Räumlichkeiten als auch ein Fahrzeug werden zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der erschwerten Erreichbarkeit von Hilfsmöglichkeiten an Wochenenden oder Feiertagen wird zu genau diesen Zeiten der Psychosoziale Krisendienst eingerichtet und steht allen Bürgerinnen und Bürger der Region Trier in Fragen der persönlichen Krisenbewältigung zur Verfügung.
Die ausnahmslos ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Krisendienstes sind Samstags, Sonntags sowie Feiertags in der Zeit von 12:00 Uhr bis 24:00 Uhr in Zweier-Teams tätig und werden, neben der telefonischen Beratung, eine vorwiegend aufsuchende Arbeit durchführen. Ein Team setzt sich zusammen aus einer professionell tätigen Fachkraft aus einem psychosozialen Berufsfeld sowie einer Studentin/Student im fortgeschrittenen Psychologiestudium mit Kenntnissen in der therapeutischen Arbeit.
Eine umfangreichere Öffentlichkeitsarbeit wird diesen Dienst in der nächsten Zeit bekannt machen, so dass alle Bürgerinnen und Bürger der Region Trier einen Zugang zu diesem Angebot finden.

Der Schönfelderhof unterstützt die Etablierung des Krisendienstes und organisierte mit dem Haus der Gesundheit im Juli 2009 einen ersten Workshop für die angehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Peter Friedhofen-Halle. Über 60 Personen zeigten großes Interesse an einer konkreten Mitarbeit und folgten aufmerksam den Darstellungen von Albert Mandler, Leiter GPA, welcher einen Erfahrungsbericht aus der eigenen Rufbereitschaft präsentierte und Dipl.-Psych. Burkhard Rother (Herford), der über mehrere Sequenzen Möglichkeiten der Krisenintervention vermittelte.

Mehrere hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schönfelderhofes werden im Sozialpsychiatrischen Krisendienst ehrenamtlich mitarbeiten und ihr umfangreiches Fachwissen einbringen.

O-Töne:
"Ziel der Tagung ist es, Sie (Teilnehmer) für eine aktive Mitarbeit im Projekt zu gewinnen."
Prof. Dr. Bernd Krönig

"Am 20 Juli 2009 soll feststehen, wer beim Projekt mitmacht, und der Beginn des Sozialpsychiatrischen Krisendienstes wird der 1. Oktober 2009 sein."
Dieter Ackermann

"Seit ca. 20 Jahren haben wir eine Rufbereitschaft und einen Hintergrunddienst auf dem Schönfelderhof etabliert, damit unsere Klienten uns (leitende Mitarbeiter) in bestimmten Lebenssituationen erreichen können. Neben Telefonkontakten beinhaltet die Rufbereitschaft auch Hausbesuche. Dies ist ein internes System für unsere Klienten und deren Angehörige."
Albert Mandler

"Krisenintervention ist keine Therapie und keine Behandlung, es ist etwas davor. Man muss die Klienten ernst nehmen und ihnen würdevoll begegnen."
Burkhard Rother

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